Samstag, 23.02.2019
Oberliga U14w / 17. Spieltag
Ruhrpott Baskets Herne – Capitol Bascats Düsseldorf II 58:59 (27:24)
Viertelergebnisse: 14:12 / 13:12 / 14:19 / 17:16
Mannschaftsaufstellung und Punkteverteilung:
Klaus (23), Grunwald (19), Markowski (8), Oguz (4), Göttker (2), Lange (2), Baierl, Hoefener
Freiwurfquote: 18 % (2/11)


Sie waren so nah dran: Gegen die deutlich favorisierten Gäste der Capitol Bascats Düssel-dorf unterlag die weibliche U14 der Ruhrpott Baskets Herne in einem echten Basketball-Krimi erst in den Schlusssekunden hauchdünn mit 58:59.
Nach der knappen 48:55 Niederlage am letzten Spieltag gingen die Hernerinnen hochmotiviert und mit dem Ziel ins Spiel, die Bascats aus Düsseldorf möglichst lange zu ärgern und sich eventuell sogar für die 60:78 Niederlage aus dem Hinspiel zu revanchieren. Allerdings gingen die ersten Punkte wieder einmal an die Gegnerinnen (0:4, 2. Minute). Dadurch wurden die Herner Mädchen anscheinend geweckt und legten ihrerseits richtig los. Durch viele Ballgewinne oder abgefangene Pässe konnte durch Treffer von Lena Klaus (3), July Grunwald und Lara Markowski ein 10:0-Lauf verbucht werden. Doch auch die Düsseldorferinnen wollten offensiv wieder mitspielen, sodass das erste Viertel knapp mit 14:12 zu Gunsten der RBH-Girls endete. Auch im zweiten Viertel konnte sich niemand so richtig absetzen. Das Spiel wurde immer mehr zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem zwar auf beiden Seiten Fehler unterliefen, aber keine Mannschaft es schaffte so richtig die Kontrolle über die Partie zu gewinnen. Dennoch gingen die Ruhrpott Mädchen mit einer verdienten drei Punkte Führung (27:24) in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel ging der Schlagabtausch dann genauso weiter, allerdings hatten die Düsseldorferinnen etwas mehr Glück bei den Abschlüssen und konnten so mit einer knappen 43:41 Führung ins letzte Viertel gehen. Trotzdem gaben die Hernerinnen heute nicht auf und erkämpften sich in der 36. Minute, nach einem Rückstand von zwischenzeitlich sechs Punkten (45:51), die Führung wieder zurück (54:51, 37. Minute). Es war ein echter Basketball-Krimi, in dem jetzt beide Teams sehr nervös wirkten, man wollte keine Fehler machen und das Spiel für sich entscheiden. In einer dramatischen Schlussphase gingen die Her-nerinnen ca. 10 Sekunden vor Schluss wieder in Führung. Nach Herner Auszeit holte Emma Gött-ker diese allerdings wieder zurück nach Herne, sodass nur noch sieben Sekunden zu spielen blie-ben. Trotz aufmerksamer Defense schafften es die Düsseldorferinnen in diesen sieben Sekunden den Ball noch im Korb unter zu bringen und konnten so ein hart umkämpftes, intensives Spiel mit 59:58 hauchdünn für sich entscheiden.
"Dieses Spiel war an Dramatik kaum zu übertreffen, erst erzielt unsere jüngste Spielerin den Korb zur Führung und nur wenige Sekunden später hat es doch nicht zum Sieg gereicht. Trotzdem ha-ben die Mädels heute ein wirklich gutes Spiel hingelegt. Wir haben es im zweiten und dritten Vier-tel nur verpasst, uns ein kleines bisschen weiter abzusetzen, weil wir noch ein paar einfache Korb-leger liegen gelassen haben. Das ist aber neben der immer noch schwachen Freiwurfquote das
einzige, was ich bemängeln kann. Die Mädels haben heute alles gegeben und über 40 Minuten bis zum Umfallen gekämpft. Das Spiel hätte heute definitiv auch anders herum ausgehen können, uns hat einfach in der letzten Situation das Glück gefehlt. Auch wenn man nach so einem Spiel und nach so einer guten Leistung von allen Spielerinnen niemanden hervorheben braucht, hat Hü-meyra sich heute noch ein Sonderlob verdient. Sie hat fast 40 Minuten die Aufbauspielerin vertei-digt und ihr viele Probleme bereitet. Dadurch kamen die Düsseldorferinnen nur schwer in ihre An-griffe und hatten häufig nur noch wenig Zeit auf der Shotclock. Es ist wirklich super, dass Hümeyra sich in ihrer bisher sehr kurzen Basketballkarriere schon so gesteigert hat und heute definitiv einen großen Teil zu dem guten Spiel beigetragen hat. Jetzt haben wir ein Wochenende spielfrei und können das heutige Spiel vernünftig aufarbeiten, damit wir in Zukunft auch die knappen Spiele für uns entscheiden können", so RBH-Trainerin Lea Franze nach dem dramatischen Spiel.